| Voraussichtlicher Saisonabschluss in Most mit Triple M
Nach dem letzten Rennen am Hockenheimring, wollte
ich einfach noch mal auf die Strecke und Spaß haben. Also geschaut
was geht und wo das Wetter noch passen könnte. Die Wahl viel dann
auf Most mit Triple M. Schnell mal angerufen und gefragt ob noch
ein Platz frei ist. Nach nur wenigen Minuten kam ein Rückruf und
die Zusage noch einen Platz bekommen zu können. Also ging es nach
Most! Der Blick in dieses gesegnete Forum brachte noch schnell
einen Platz in einer der kleinen Böxchen! Die schon versammelten
User kannte ich noch nicht, aber egal, R4F Leute werden schon
hässlich sein!!!! Schnell den Transporter gepackt und alles vorbereitet
damit ich am Sonntag noch den Misano GP schauen konnte. So saß
ich am Sonntag mit dem Kaffee in der Hand vor dem TV. Wie es war
wisst ihr ja sicher.
R.I.P Shoya Tomizawa Wir werden dich nie vergessen!

Mit gemischten Gefühlen ging es dann nach Most. Ich habe viel
über die Bilder in meinem Kopf und den Unfall nach gedacht. 400
km alleine nach diesen schlimmen Ereignissen sind nicht gerade
schön! Aber ich wollte dann vergessen und nahm mir vor, für Shoya
ein paar Runden in den Asphalt zu brennen.
In Most angekommen war schon viel Betrieb im Fahrerlager. Der
erste Weg zur Anmeldung, und trotz der kurzfristigen Anmeldung
ging alles ohne Probleme und schnell über die Bühne. Auch die
R4F Kollegen hatten die Box schon geöffnet und so konnte ich schnell
in die Box 33 einchecken. Thorsten und Jürgen gaben schon Gas und ich dachte mir, dass werden
sicher zwei nette Tage! Also ab in den Transporter um für Tag
1 fit zu sein!

Tag 1:
Es war recht kalt als ich aus dem Wagen stieg. Wie immer der erste
Weg zum Bike. RW anschalten und Kaffee aufsetzen! Die Jungs in
der Box sprudelten schon vor Freude endlich auf die Strecke zu
kommen. Ich als bekennender Morgenmuffel dachte mir nur, wenn
Thorsten nicht gleich die Klappe hält muss ich ihn im ersten Kiesbett
verschachern! Aber dann konnte ich seiner guten Laune nicht wieder
stehen und auch meine Laune stieg! Auch die Sonne gab sich große
Mühe die Kälte aus dem Asphalt zu bekommen. Redninja und seine
Freundin waren auch schon vom Hotel im Fahrerlager eingetroffen
und bereiteten die schwarze Kawa vor!!!! Redddddninja? Wieso nur???
Dann zur Fahrerbesprechung. Eigentlich wie immer, nur das doch
recht wenig Leute dort waren. Ich dachte erst, es müssen wohl
viele noch im WoMo liegen, aber es lag daran, dass die Gruppen
wirklich sehr leer waren.

Noch am Rande: Da ich meinen GPS Laptimer noch nicht auf Most
angelernt hatte, habe ich gefragt, ob man nicht bei der Fahrerbesprechung
dies mal kurz ansprechen könnte damit die Fahrer in der ersten
Runde etwas mehr Acht geben. Die Antwort hat mich dann doch überrascht.
Ich sollte doch den ersten Turn mal so fahren und dann wenn die
Gruppen das erste Mal auf die Strecke gehen, dann könnte ich auch
mal eben meine zwei langsamen Runden drehe. Ich muss sagen, ein kleines aber doch sehr nettes Entgegenkommen!
Die Turns liefen dann wirklich gut, und mit steigender Temperatur
wurden auch die Zeiten schneller. Manchmal hätte ich mir sogar
ein paar mehr schnelle Fahrer gewünscht, so fuhr ich fast immer
alleine meine Runden. Aber so konnte ich auch die Zeit nutzen
um an vielen
Dingen zu arbeiten. Ich schaute also nicht auf die Zeiten, sondern
versuchte in den Turns an verschiedenen Dingen zu arbeiten. Dazu hatte
ich einfach Spaß fahren zu können. Auch neben der Strecke ging es uns
richtig gut!!!! Das Wetter passte und alle waren gut drauf!
Der Tag ging dann leider mit einem nicht so schönen Ereignis zu
Ende. JayCop meinte doch noch seine R1 in ein Kiesbett werfen
zu müssen. An der Box empfingen wir dann Thorsten. Er hielt sich
wirklich tapfer und die R1 hatte doch nur leichte Schleifspuren
abbekommen. Nach dem ersten Schock wurde es wieder ruhiger. Thorsten
und Jürgen wollten doch lieber ins KH fahren um sicher zu gehen,
dass nichts Schlimmeres passiert war.
Der letzte Turn war dann
noch mal Zucker. Ich fuhr einfach meine Runden und genoss das
Gefühl mich und meine R6 in die Kurven zu hauen. Es waren sicher
nicht die schnellsten Runden, aber es hat einfach Spaß gemacht
auf der leeren Strecke seine Runden zu drehen. Verschiedene Linien
zu probieren und die Funktion meiner TC weiter zu testen.
Kurz
gesagt, ich hatte einfach Spaß!!!!!
Dann stand Motorradpflege auf dem Plan.
Reifenwechsel und alles einmal checken. Für mich, auch wenn es
viele nicht so sehen, eine sehr wichtige Sache. Es entspannt mich und
gibt mir die Ruhe und Sicherheit am nächsten Tag meinem Bike
vertrauen zu können!!!!
Dann
die Heizung im Transporter angeschaltet und schon konnte der gemütliche
Teil des Abends beginnen. Zuerst saßen wir in der Box und führten
Benzingespräche. Thorsten und Jürgen waren noch nicht zurück.
So langsam machten wir uns Sorgen ob vielleicht doch etwas mehr
passiert war. Da von Seiten des Veranstalters Live-Musik angekündigt
war, gingen wir rüber zur Triple M Box. Dort war dann schon gute
Stimmung. Recht viele Aufzünder standen bei einem Bierchen zusammen
und quatschten über den Tag und was weiß ich!

Es war eine sehr
nette und lockere Atmosphäre! Dann fuhren Thorsten und Jürgen wieder vor, und wir gingen kurz
zur Box um Infos zu bekommen. Glücklicher Weise wurde im KH nichts
Schlimmes gefunden. Es sollte also am kommenden Tag wieder auf
Bike gehen! Dann gingen wir zusammen wieder rüber zu den Triple
M Jungs.
Der musikalische Part hatte nun begonnen und ein wirklich
fähiger Seitenzupfer saß in einer Ecke der Box und sorgte für
das gewisse Etwas! Es war eine sehr sehr nette und ruhige Stimmung. Die Musik, die
Leute (Team und weitere Aufzünder), etwas Freibier. Es fehlte
eigentlich nur noch ein Lagerfeuer!!!!!

Plötzlich gesellte sich noch Jürgen Fuchs mit ein paar Freunden
zu uns. So standen wir dann mit einem Bierchen in der Hand, die Musik im Ohr, bei guter Laune
zusammen und Jürgen gab ein paar seiner netten Geschichten zum Besten. Es
ist immer wieder lustig was diese Leute für Geschichten auf Lager
haben!!!!
Besonders nett fand ich dann auch, dass sich dieser nette Abend
nicht in einem Saufgelage entwickelte, sondern dass ich entspannt
und gut gelaunt gegen 12 im Bett war. Schließlich wollte ich ja am kommenden Tag wieder am Kabel ziehen!
Tag 2:
Es war natürlich noch kühl, aber die Sonne gab schon wieder
ihr bestes um die Strecke auf Temperatur zu bringen. Ich entschied mich
aber den ersten Turn auszulassen und noch drei Tassen Kaffee zu tanken.
Mir war es einfach zu kalt und ich wollte nicht meine Reifen kaputt
machen! Also hatte ich noch Zeit mit meinem Kaffee in die Sonne
rüber zu gehen und den Kollegen zuzuschauen. Ich
schaute nach Thomas, der schon wieder ordentlich am Gas hing. Nicht
schlecht für den Abflug am Vortag! Und wirklich sehr entspannend
mit dem Kaffee in der Hand, die Sonne im Rücken, den Jungs beim
Fahren zuzusehen!
Zum zweiten Turn machte ich mich dann auch fertig und schaute das ich
mich mal an das Hinterrad von Eckenwetzer hängen konnte. Er war am
ersten Tag die schnellste Zeit gefahren und ich wollte doch mal schauen
was geht. Ala Hop! Die erste Runden noch nicht voll und dann beim
Beschleunigen auf die Zielgerade ging ich früh ans Gas und knallte
den Jungs vor mir fast hinten rein. Ende der Geraden waren wir zu dritt
neben einander und ich wollte die 1000der nicht vorbei lassen. Der gute
Christoph auch nicht, ich schaute kurz rüber und schon war der
Bremspunkt verpasst. So kam ich nicht wirklich gut in die
blööööde Moster Schikane und fing mir eine
Lücke auf Christoph ein. So musste ich beim Überholen
langsamerer Fahrer leider zurück stecken. Hier geht es ja um
nichts, da wollte ich einen Sturz oder das Stürzen anderer nicht
riskieren. Also ließ ich Christoph fahren und fuhr die Runden
dann auf Sichtabstand hinter ihm. Die Rundenzeiten dann auch ok, 1.47
sicher kein Weltwunder, aber ich kann damit gut leben.
Was aber mich aber etwas mehr störte waren leichte Vibrationen am
Vorderrad. Ich hatte beim Einlenken nach dem Mattador-Bogen immer ein
Chattern in der Gabel. Leider konnte ich die Gründe nicht wirklich
finden und das Problem beheben. Komisch nur, dass dieses Chattern nur
an dieser Stelle auftrat. Ein sehr leichtes aber hochfrequentes
Vibrieren am Vorderrad. Nicht beim Bremsen, nur in der Phase, wenn ich
das Bike eng in die Kurve gedrückt habe. Ich dachte erst, dort
müssen Bodenwellen sein, aber die anderen Fahrer hatten dieses
Problem nicht. Egal, werde ich mich wohl 2011 mal drum kümmer!!!!
In den folgenden Turns konnte ich trotz des Problems mit dem Chattern
weiter 47 und 48 Runden fahren und meinen Spaß haben. Ich
war zufrieden und beschloss den letzten Turn nicht mehr zu fahren.
Der Hinterreifen hatte bei kälter werden der Strecke aufgegeben.
Nach einem Gespräch mit Jürgen bot ich mich als Instruktor
an. Hier auch ein Dank an Triple M, ich konnte ohne Probleme zwei
Leibchen organisieren und zusammen mit Jürgen in der B Gruppe auf
die Strecke. Ist sicher auch nicht normal!!!!
Ich muss sagen,
es hat mir viel Spaß gemacht einen langsameren Fahrer helfen zu
können. Sonst bin ich ja eher der, der sich schnellere Fahrer
sucht um zu lernen. Der Turn war dann wirklich nett, ich fuhr
sauber die Linie und Jürgen fuhr sauber die Linie nach. Wegen
einer gelben Flagge konnte ich nur langsam das Tempo steigern.
Zum Schluss bin ich mit Jürgen locker und ohne Stress 1.55er Zeiten
gefahren. Danach haben wir noch über den Turn und die Linie gesprochen.
Ich hoffe ich konnte dir helfen, Jürgen!
Dann ging es ans Packen. Die übliche Verabschiedung bei allen
und ab auf die Reise!
Mein Fazit, sehr sehr nette zwei Tage bei tollem
Wetter und super Leuten! Ich hoffe das Triple M Team bleibt so
locker und entspannt, war eine saubere Veranstaltung. Für mich
ein idealer und würdiger Abschluss der Saison, falls es nicht
doch noch einen weiteren Saisonabschluss gibt! |