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2. Lauf zur Deutschen Seriensport Meisterschaft Freitag 10.7.2009, München, ich fahre los Richtung Hockenheimring. Wie immer sind die Autobahnen voll und ich komme nur sehr langsam meinem Ziel näher. Nach vielen Gebeten und Flüchen komme ich zeitlich noch gut, geistig aber zerknittert am Hockenheimring an. Ich hasse diese Freitage im Auto!!!! Aber jetzt erst mal raus aus dem Wagen und tief durchgeatmet, ja hier bin ich richtig! Um mich herum sind schon alle fleißig, es wir aus- und eingeräumt, geschraubt, geschleppt und auch der eine oder andere Grill ist schon am Glühen. Schnell den Transporter ausgeräumt und ab zur Dokumentenabnehme. Alles ist gut organisiert und so schiebe ich meine R6 nach ca. 15 zur technischen Abnahme. Auch hier alles ohne Probleme, mein Bike ist ja von Frank immer gut gewartet! Dann war es Zeit noch schnell die Übersetzung zu wechseln und den Höcker zu tauschen. Hier ein Blick in meine Box am Abend vor dem Renntag! Samstag 11.7.2009, Paddock Hockenheim, der Wecker klingelt um 7 Uhr. Ich werde nur langsam wach und gehe meinen üblichen Weg. Nach dem 2. Kaffee werden auch meine Lebensgeister wach. 8.40 Uhr geht es zu Fahrerbesprechung, dann wurde es Zeit in die Kombi zu springen. Der erste Teil des dauerprüfungs Trainings ging um 9.15 los. Zusammen mit Carsten rolle ich aus der Box. Für die erste DP war die Marschrichtung klar, kein Risiko, locker viele Runde drehen. Gesagt getan. Ich fuhr also meine Runden und wunderte mich eigentlich nur über den einen oder anderen Fahrer. Es wurde zum Teil doch sehr heikel. Es waren 125er mit uns auf der Strecke, da es ja um noch nichts ging, habe ich mich schon mal hinten angestellt. Leider haben einige Kollege das so nicht gesehen und wollte immer noch an mir und den 125er Fahrern vorbei. Dies führte immer wieder zu gefährlichen Situationen! Eine kleine Schrecksekunde hatte ich dann noch, ich fuhr auf die Mercedes Arena zu und sah meinen Kollegen Carsten in der Auslaufzone stehen. Es sah nicht wild aus, aber bei einem Kollegen macht man sich doch etwas mehr Gedanken! Nach 19 Runden wurde ich dann abgewunken und fuhr an die Box! Hier dann erst mal Entwarnung, Carsten hatte nur einen technischen Defekt an der Schaltung! Also nur kleine Probleme! Ein Blick auf die Reifen sagte mir, alles ok. Also nur etwas Sprit nachfüllen und ein kurzer Checkup. Dann raus aus der Kombi und entspannen. Pünktlich zur zweiten DP stand dann Markus (MeisterJoda) in der Box. Nach einer kurzen Begrüßung ging es auf die Strecke. Plan für das zweite DP Training war, erst mal die fehlenden 3 Runden voll machen und dann noch ein paar schnelle Runden drehen. Teil eins ging recht schnell und ohne Probleme von der Hand. Der Teil noch ein paar schnelle Runden drehen war dann leider nicht perfekt umgesetzt. Ich fuhr zwar meine bisher schnellsten Runden, aber konnte nicht die 2 Minuten Marke knacken. Ich fuhr dann nach 8 Runden zurück an die Box. An dieser Stelle nochmal 100000000 Dank an Markus!!!! Er nahm mir meine R6 in der Box ab und baute schnell die Felgen aus. So konnte ich in Ruhe aus der Kombi steigen, etwas trinken und essen. Dann haben wir die Felgen zum Reifendienst gebracht. Bernd Dietrich hat wie immer schnell die Gummis gewechselt. Zurück in der Box brauchte ich nur wenig helfen, Markus baute die Felgen wieder ein und füllte die von mir bestimmte Menge Sprit in den Tank. Dann schnell meine HeatPro Reifenwärmer auf die frischen Metzeler Gummis drauf und fechtig (wie der Commander sagt!) Das Catering war schon fertig und so ging es zum Essen! Mitten in diese Ruhe platze Thomas und frage wann wir denn starten würden, man hätte ja den Zeitplan neu gestaltet. Ich bin dann noch recht entspannt zum Infokaste und schaute nach den neuen Zeiten. 14 Uhr sollte unser Start nun sein! 14 Uhr??? Oh, auf der Uhr ist schon 13.30 Uhr!!! Nun aber schnell. Dank Markus war ja alles schon gut vorbereitet und auch die Reifen und Felgen waren schon vorgeheizt. Also ab in die Klamotten und dann zum Vorstart. Zeit zum nervös werden hatte ich also nicht mehr! Nun zum wichtigsten Punkt, dem Rennen!
Dann ging es wieder auf die Startplätze. Die Klasse 6 wurde vor uns gestartet und mich schaute einen grimmig rein blickenden Mann an. Deutlich zeigte er, ne ne Jungs ihr seid erst dran wenn ich weg gehe!!! Dann ging er weg, die Ampel schaltete auf rot. Die Motoren heulten, ein Moment der einem alles gibt was man braucht. Adrenalin flutet die Adern, die Konzentration steht auf 110%! Die Ampel geht aus und nun läuft alles nur noch instinktiv ab! Und wie ist der Start nun gelaufen, seht selbst!
Wau, was ein Gefühl. Als Erster in die erste Kurve einzubiegen ist Hammer!!! Ich hoffe dieses Gefühl noch öffter erleben zu dürfen! Eine viel bessere Reaktion wie in Oschersleben, viel besser die Kupplung getroffen und so konnte ich die augenscheinliche Power meiner R6 umsetzen. Ein Dank muss also auch an Franks Racing Point gehen, der ja für die Abstimmung meines Motors und andere Arbeiten an meiner R6 verantwortlich ist! Nach meinem ersten Startsieg, versuchte ich nun weiter gut durchs Rennen zu kommen. Ich habe sofort meine Zeiten verbessert, schon nach der zweiten Runde war die 2 Minuten Grenze Geschichte. Leider waren andere Fahrer noch schneller und ich verlor ein paar Plätze.
Ich versuchte weiter meine Rundenzeiten nieder zu ringen, kam aber nur langsam damit voran. Gegen Ende des Rennens kam dann noch mal die zweite Luft. Ich wollte nicht noch mehr Plätze verlieren und gab noch mal alles. Ich drehte also nochmal richtig am Griff und konnte in der letzten Runde meine schnellste Zeit (1.57.185) fahren.
Dann sah ich die Zielflagge. Durch die Probleme in Oschersleben mit der letzten Runde, blieb ich erst mal am Gas. Erst als ich beim Anbremsen auf Kurve zwei die Streckenposten mit dem Flaggen sah, habe ich Gas raus genommen. Es ist immer wieder schön, die Leute winken, die Flaggen werden geschwenkt, und man hat ein gutes Gefühl! Im Parc Fermé angekommen, konnte ich meine Rundenzeiten sehen und mein positives Gefühl wurde bestätigt. Wir standen noch ein paar Minuten bei den Bikes und tauschten unsere Eindrücke und Erlebnisse aus, dann ging es in die Box. Ergebnis: Platz 7 und 10 Punkte für die Meisterschaft! Dann ging es doch alles recht schnell, Freigabe des Parc Fermé, Siegerehrung, Box ausräumen und Transporter einräumen. Gemühtlich wurde dann noch etwas Fleisch auf den Grill geschmissen. Gegen 21 Uhr habe ich mich dann verabschiedet und mich auf die Heimreise gemacht. Mein Fazit: 110% motiviert geht es nun zum Nürburgring!
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