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1. Station der Deutschen Seriensport Meisterschaft 2009
01.05.2009 Oschersleben

Wie immer war die Anreise nicht ganz einfach, aber diesmal lag es mehr an den Umständen und nicht an mir. Wie verabredet fuhr ich am Donnerstag in der Früh direkt zu Frank, ich wollte schnell die Rennverkleidung anschrauben und dann weiter nach Oschersleben. Leider dauerten die noch offenen Arbeiten länger als erwartet. Aber was mut dad mut, wie wir Ruhrpottler sagen! So verging Stunde um Stunde und es war dann gegen 17 Uhr als die R6 entlich in den Transporter rollte. Schnell alles ander wieder eingepackt und ab auf die Bahn. Weit kam ich nicht bis zum ersten Stau!!! Ich tuckerte also so dahin und erreichte dann kurz vor 21 Uhr das Fahrerlage in Oschersleben.

Die Jungs hatten schon die Zelte aufgebaut, Thomas (Dgir) und Carsten (CarstenR6) samt Freundin wollten schon mit dem Abendessen beginnen. Also schnell alles ausgeladen und ein paar Leute begrüßt. Dann ging es noch ans Schrauben, Reifenwechsel und ein paar Kleinigkeiten standen noch ganz oben auf dem Plan. Dann war es geschafft, die R6 war führ die Abnahme bereit. Nun ging es an den gemütlichen Teil des Abends. Lecker Nudeln (danke Radmila) und nette Gespräche in aller Ruhe, dass war genau das was ich nun vor meinem ersten Renntag gebrauchen konnte. Auf 6.30 wurde der Wecker gestellt, daher ging es recht schnell zum Schlafen. Der große Tag konnte kommen!

 

 

 

Die Nacht war ok und lange Zeit zum Nachdenken gab es auch nicht! Um 6.30 stieg ich aus dem Bett, erst mal Kaffee und dann ab zur Papierabnahmen. Hier nach ging es direkt zur technischen Abnahme der Bikes. Carsten, Thomas und ich hatten die Biks schon vor der Papierabnahme dort abgestellt, so ging es recht schnell. Ohne Probleme schob ich nun meine R6 zurück ins Zelt. Reifenwärmer drauf, und einen weiteren Kaffee!

Carsten hatte nicht so viel Glück, ich sag nur unschöne Startnummern und BadBoy Liste! Aber im zweiten Anlauf bekam auch er die nötigen Aufkleber!

Dann ging es in die erste Dauerprüfung. Ich tastete mich langsam an meinen Speed ran. Musste aber schnell feststellen, dass ich an den Speed, den ich vor meinem Unfall (vor zwei Wochen an gleicher Stelle) hatte, nicht ran kommen konnte. Durch die nötig gewordenen Umbauten fühlte sie die R6 noch nicht wie gewohnt an, und der Kopf wollte mich auch noch nicht voll fahren lassen. So drehte ich erstmal meine Runden um von den geforderten 28 möglichst viele abarbeiten zu können und mein Gefühl zurück zu bekommen.

Fazit erste DP: 16 Runden und steigenden Nervosität da die Rundenzeiten nicht nach meinem Geschack waren!

Es war nur eine kurze Pause zwischen den DPs und nach Tanken und Prüfen des Bikes, blieben nur wenige Minuten zum relaxen! Dann ging es wieder raus auf die Strecke. Ich drehte meine Runden und das Gefühl für den neuen Druckpunkt wurde besser. Leider waren meine Zeiten noch nicht das was ich erwartet hatte. Die Strecke war recht voll und man hatte immer wieder langsamere Fahrer der Klasse 5 vor sich. Einige Kollegen wollten wohl auch schon in der DP das Rennen gewinnen und landeten zum Teil in den Kiesbetten. Muss ja jeder selber wissen, aber sich selber und andere Fahrer noch vor dem Rennen ins Aus zu schiessen, dass kann ich nicht verstehen!!! In der DP geht es doch um nichts, da kann ich doch auch mal eine etwas langsamere Runde fahren.

Mit der Gewissheit die Pflichtrunden gefahren zu sein, brachte ich meine Yamse ins Zelt.

Fazit zweite DP: 14 Runden, besseres Gefühl aber noch immer nicht die erwarteten Zeiten!

Nun war recht viel Zeit zum Rennstart. Ich wollte aber so schnell wie möglich die Reifen tauschen und das Bike fertig machen. Also raus aus der Kombi und ab ans Werk! Alles lief ohne Probleme und schnell waren die Heizdecken auf den neuen Reifen! Jetzt war Zeit für Entspannung. Die ersten Rennen starteten und ich wollte mir das eine oder andere Rennen anschauen. Die Zeit verging schnell und ich begann mich auf mein Rennen vorzubereiten. Noch mal die R6 gecheckt und in die Kombi gestiegen. Der Puls stieg und ich falle in meine Konzentration. Im Kopf dreht sich jetzt alles um das Rennen. Mein Ziel: den Kopf frei zu bekommen, meine Zeiten finden und dann so gut es geht durch das Rennen zu kommen.

Dann kam der Aufruf zum Rennen der Klasse 7!

Ich war zusammen mit Carsten der erste an der Ausfahrt und wir gingen auf die Besichtigungsrunden. Mein Startplatz war schnell gefunden und ich merkte mir eine Markierung an der Seite. Dann ging es in die Aufwärmrunden und wieder auf den Startplatz.

Die Ampel ging auf rot und ich war voll konzentriert. Die Lichter erloschen und alle brannten an mir vorbei. Nicht das ich den Start verpasst hatte oder das ich ein Problem am Bike hatte. Ich konnte die Leistung einfach nicht so gut auf die Strasse bringen wie die anderen Fahrer. Die Vermutung geht in Richtung, zu viel Drehzahl oder zu schnell eingekuppelt. Dadurch stieg das Vorderrad und ich musste Gas weg nehmen. Leider viel ich durch diesen Fehler weit zurück und war nach dem Start schon stock sauer. Die Worte die ich in meinen S1pro geschrien habe möchte ich hier nicht niederschreiben! Ich versuchte ein Hinterrad zu bekommen und wollte mich dann nach vorne orientieren. Es ging auf die Dreifach-Links zu, dort wo ich vor zwei Wochen schwer eingeworfen hatte. Ich zögerte wohl unbewusst eine Sekunde und schon waren die Fahrer vor mir weg. Ich konnte einfach nicht voll ein diese schnelle Kurve einlenken. So war ich also alleine und fuhr meine Runden. Eine mögliche Aufholjagt wurde dann von den Fahrern der Klasse 5 im Keim erstickt. Meine Zeiten wurden zum Ende zwar schneller, aber ich musste mich immer wieder beim Überholen anstellen.

Zum Ende noch etwas witziges, ich kam auf die Start/Ziel und sah den Mann mit der Flagge. Er schwenkte mich ab und ich nahm Gas raus. Ende der Start/Ziel wunderte ich mich schon, keine Flaggenposten an der Strecke. Keine langsamen Fahrer vor mir. So fuhr ich mit Vorsicht die Runde weiter und siehe da, auf Start/Ziel wurde ich ein Zweitesmal abgewunken!

 

Fazit zum Rennen:
Platz 16 im Rennen, 12er für die Meisterschaft und somit meine ersten 4 Punkte. Aber die gefahrenen Zeiten waren nicht das was ich erwartet hatte.

 

Der Abend nach dem Rennen war dagegen sehr positiv! Thomas (Dgir) ist in Klasse 3 auf den dritten Platz gefahren und so war die Stimmung gut. Schnell waren die Kohlen im Grill warm und Düfte von Grillfleisch und Salaten lagen in der Luft. Als mir dann noch ein Getränk zum Verdauen des Rennens gereicht wurde, war der Frust über die Zeiten schnell vergessen! Die Party dauerte lang, und wer das Zelt geschlossen hat, ist mir auch nicht bekannt. Aber es war sehr lustig!!!!

Der Morgen danach, da keiner von uns auf die Strecke musste, auch alles im grünen Bereich!!!!

Meine Ziele für das 2. Rennen am Hockenheimring sind nun klar. Im Rennen meine Zeiten fahren und in die Top10 vorstoßen! Bis dahin möchte ich mich bei den Trainings weiter verbessern und nicht wieder kurz vor dem Rennen stürzen!

Der Countdown läuft!

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